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Versicherungen für Selbstständige

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Versicherungen für Selbstständige – Was ist sinnvoll und was ist verpflichtend?

Jede Existenzgründung birgt Chancen und Risiken. Damit Sie sich auf Ihre Selbstständigkeit konzentrieren können und Ihre Zukunft und das Geschäft nicht aufs Spiel setzen müssen, gibt es umfangreiche Absicherungen. Es gibt eine Vielzahl an Versicherungen für Selbstständige. Wir klären auf, was es zu beachten gibt.

 Versicherungen Selbstständige - Was ist sinnvoll und was ist verpflichtend? Jede Existenzgründung birgt Chancen und Risiken. Damit Sie sich auf Ihre Selbstständigkeit konzentrieren können und Ihre Zukunft und das Geschäft nicht auf Spiel setzen müssen, gibt es umfangreiche Absicherungen. Es gibt eine Vielzahl an Versicherungen Selbstständige. Wir klären auf, was es zu beachten gibt.
Photographer: Marius Ciocirlan | Source: Unsplash

Versicherungen für Selbstständige – Es gibt keine pauschale Lösung

Welche und wie viele Versicherungen nötig und sinnvoll sind, lässt sich dabei nicht pauschal beantworten. Dies hängt von der individuellen Situation und vom individuellen Bedarf eines Unternehmens ab. Um das für Sie richtige Absicherungspaket zu schnüren, sollten Sie daher den Versicherungsberater Ihres Vertrauens zu Rate ziehen.

Unser Tipp: Versichern Sie zunächst die wichtigsten Risiken (z. B. Betriebshaftpflicht) und bauen Sie Ihren Schutz danach Schritt für Schritt aus.

Ausgewählte Betriebliche und Private Versicherungen im Überblick

Betriebliche Versicherungen

Gerade zu Beginn, bedeuten Versicherungen für Gründer vor allem eines: Kostenfaktor. Im Bereich der Versicherungen sollten Sie sich davon allerdings lösen. Tatsächlich kostet ein unzureichender Versicherungsschutz im Schadensfall nämlich wesentlich mehr und kann gerade während einer Existenzgründung schnell zum finanziellen Ruin führen.

  1. Betriebs-/ Berufshaftpflichtversicherung
  2. Betriebsausfallversicherung
  3. Rechtsschutzversicherung
  4. Versicherungen für betrieblich genutzte Fahrzeuge

Private Versicherungen

Als Selbstständiger müssen Sie sich im Gegensatz zu Arbeitnehmern, auch selber mit Ihrer privaten Absicherung beschäftigen. Die wohl wichtigsten Bereiche der Vorsorge sind dabei die Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung sowie die Altersvorsorge. Außerdem müssen sich Selbstständige mit der Frage beschäftigen was mit dem Betrieb passiert, wenn sie selbst ausfallen. Je nach Berufsfeld und Risiko empfiehlt es sich, auch an die Möglichkeit eines Unfalls oder eines längeren, krankheitsbedingten Verdienstausfall zu denken und sich gegebenenfalls dagegen abzusichern.

  1. Krankenversicherung
  2. Pflegeversicherung
  3. Altersvorsorge
  4. Berufsunfähigkeitsversicherung
  5. Unfallversicherung
 Versicherungen für Selbstständige - Was ist sinnvoll und was ist verpflichtend? Jede Existenzgründung birgt Chancen und Risiken. Damit Sie sich auf Ihre Selbstständigkeit konzentrieren können und Ihre Zukunft und das Geschäft nicht auf Spiel setzen müssen, gibt es umfangreiche Absicherungen. Es gibt eine Vielzahl an Versicherungen für Selbstständige. Wir klären auf, was es zu beachten gibt.
Photographer: Stephanie Liverani | Source: Unsplash

Versicherungen für Selbstständige: Welche sind besonders wichtig?

1. Betriebs-/ Berufshaftpflichtversicherung

Da die private Haftpflichtversicherung keine Schäden abdeckt, die durch die berufliche Tätigkeit entstehen, ist es für Selbstständige und Gründer existenziell, sich zusätzlich dagegen abzusichern. Für bestimmte Berufsgruppen ist dies sogar gesetzlich vorgeschrieben. Entsprechende Möglichkeiten bieten die Betriebshaftpflichtversicherung und die Berufshaftpflichtversicherung.

Mehr zum Thema Berufshaftpflicht erfahren Sie hier.

2. Betriebsausfallversicherung

Während die Betriebshaftpflicht ein Unternehmen gegen die Schadensersatzforderungen Dritter absichern soll, ist die Sach- und Ertragsausfallversicherung dafür da, die technische und kaufmännische Betriebseinrichtung sowie den Warenbestand gegen Gefahren abzusichern. Zu diesen Gefahren zählen vor allem Feuer, Einbruchdiebstahl, Leitungswasser, Glasbruch, Sturm/Hagel und Elementarschäden. Die Ertragsausfallversicherung kommt für den infolge eines versicherten Sachschadens entgangenen Gewinn und die fortlaufenden Kosten auf.

Mehr zum Thema hier.

3. Rechtsschutzversicherung

Recht zu haben ist eine Sache. Recht zu bekommen ist oft eine ganz andere. Viele Existenzgründer scheuen sich davor ihr Recht durchzusetzen, weil sie die Kosten fürchten, die dabei auf sie zukommen. Hier kann eine Rechtsschutzversicherung helfen. Für alle Sachverhalte, die durch die Versicherung abgedeckt sind, übernimmt diese die Gerichts-, Anwalts- und Gutachterkosten, die sich im Verlauf eines Gerichtsprozesses für Unternehmen ergeben können. Wer geschäftlich viel mit anderen Firmen und Kunden zu tun hat, der sollte über eine Rechtsschutzversicherung nachdenken. Die Gefahr bei einem Konflikt mit einem Geschäftspartner vor Gericht zu landen steigt oft mit der Höhe der Streitsumme. Um für alles vorbereitet zu sein und um Ihr Unternehmen im Zweifel vor Gericht schützen zu können, ist eine Rechtsschutzversicherung die richtige Wahl.

4. Kfz Versicherung

Wer ein Kraftfahrzeug für seinen Betrieb benötigt, muss zwangsläufig eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen, um dafür eine Zulassung zu bekommen. Sie versichert das Unternehmen gegen die Folgekosten von Schäden an Personen, Sachen und Vermögen, die der Fahrer gegenüber Dritten verursacht hat. Zusätzlich sind auch weitere Versicherungen zu überprüfen, beispielsweise in Abhängigkeit vom Alter, Wert und dem Einsatzgebiet des PKW oder LKW.

5. Krankenversicherung

Als Selbstständiger sind Sie grundsätzlich freiwillig gesetzlich krankenversichert. Das bedeutet: Sie können sich aussuchen, ob Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bleiben oder in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Davon gibt es nur wenige Ausnahmen. Wer freiwillig versichert ist, kann grundsätzlich jederzeit in die Private wechseln. Wer jedoch einmal in der Privaten ist, kommt nicht so ohne Weiteres wieder zurück ins gesetzliche System.

Der Beitrag in der GKV bemisst sich nach Ihrem Einkommen. Die Kassen haben unterschiedliche Sätze. Im Schnitt liegt der Beitrag bei 14,9 Prozent des Bruttoeinkommens. Als Selbstständiger ist Ihr Bruttoeinkommen das Betriebsergebnis vor Steuern, also Einnahmen abzüglich Ausgaben. Als freiwillig krankenversicherter Selbstständiger zahlen Sie diesen Beitrag allein. Bei Angestellten trägt der Arbeitgeber etwa die Hälfte. Wer in der Künstlersozialkasse ist, bezahlt ebenfalls nur die Hälfte. Der Mindestbeitrag liegt derzeit bei etwa 370 Euro im Monat. In diesem Beitrag ist auch der Teil für die Pflegeversicherung enthalten. Wenn Sie den Gründungszuschuss erhalten, liegt der Beitrag bei ca. 250 Euro.

Mehr zum Thema Krankenversicherung

6. Altersvorsorge

Wenn Sie nach der Beendigung der Berufstätigkeit Ihren Lebensstandard halten möchten, ist es wichtig, frühzeitig eine entsprechende Vorsorge zu treffen. Die gesetzliche Rentenversicherung kann dazu einen Teil beitragen. Für Selbstständige mit nur einem Auftraggeber und für ausgewählte Berufsgruppen von Selbstständigen (z.B. Künstler, Handwerker, freiberufliche Lehrer oder Hebammen) ist die gesetzliche Rentenversicherung verpflichtend. Andere Selbstständige können einen Beitritt in die gesetzliche Rentenversicherung beantragen oder sich stattdessen privat versichern.

Eine private Rentenvorsorge kann an die Stelle der gesetzlichen Rentenversicherung treten oder eine sinnvolle Ergänzung dazu sein. Zum einen kann sie die Rentensumme, die Existenzgründer im Alter erhalten, deutlich erhöhen. Zum anderen können bei dieser Versicherungsform auch weitere Sonderleistungen vereinbart werden, wie z.B. die Absicherung der Familie durch eine Hinterbliebenenrente. Weitere Formen der Rentenvorsorge, wie die Riester- oder die Rürup-Rente sind ebenfalls interessante Rentenversicherungen für Selbstständige. Eine Übersicht zu Riester- und Rürup-Rente finden Sie hier: Altersvorsorge

7. Die Pflegeversicherung

Auch eine Pflegeversicherung ist in Deutschland verpflichtend. Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet eine Grundversorgung und kommt im Alter nach schwerer Krankheit oder nach einem Unfall für die finanziellen Folgen der daraus resultierenden Pflegebedürftigkeit auf. Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung sind darüber hinaus auch in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert. Wenn Sie Mitglied einer privaten Krankenversicherung sind müssen Sie eine zusätzliche, private Pflegepflichtversicherung abschließen.

8. Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Kann ein Gründer aus gesundheitlichen Gründen nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr arbeiten, erhält er unter Umständen eine gesetzliche Rente wegen Erwerbsminderung. Diese Rente ist in der Regel relativ niedrig und setzt voraus, dass innerhalb der letzten fünf Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung für 36 Monate Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wurden. Zudem leistet die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nur für den Fall, dass der Versicherungsnehmer überhaupt keiner Tätigkeit mehr nachgehen kann – unabhängig von seiner Qualifikation und seinem zuletzt ausgeübten Beruf.

Aus diesem Grund ist die Berufsunfähigkeitsversicherung eine der wichtigsten Zusatzversicherungen für Arbeitnehmer und Selbstständige, da sie im Fall einer Berufsunfähigkeit ohne Einschränkungen eine zuvor vereinbarte Summe an den Betroffenen auszahlt. Dabei ist es egal, ob ein Azubi in der Freizeit einen Fahrradunfall hat oder ein Richter unter Depressionen leidet: Sobald der Versicherte ärztlich nachweisen kann, dass er voraussichtlich für die Dauer von mindestens drei Jahren außer Stande ist seinen Beruf auszuüben, tritt die Berufsunfähigkeitsversicherung in Kraft.

Weitere Informationen finden Sie hier: Berufsunfähigkeitsversicherung

9. Unfallversicherung

Kaum jemand setzt sich gerne mit dem Thema gesundheitlicher Beeinträchtigungen auseinander. Vielmehr gehen wir fast automatisch davon aus, dass wir gesund bleiben. Leider entspricht das jedoch nicht immer der Realität. Insbesondere ein Unfall kann dazu führen, dass man seiner beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen kann und dass das damit verbundene Einkommen ausbleibt. In solchen Fällen trägt eine Unfallversicherung dazu bei, den Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Grundsätzlich sind Unternehmen, die Mitarbeiter beschäftigen, Mitglied der gesetzlichen Unfallversicherung. Der Träger ist die zuständige Berufsgenossenschaft. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit eine private Unfallversicherung abzuschließen. Sie kann auch für Selbstständige eine sinnvolle Ergänzung sein, da die gesetzliche Unfallversicherung ausschließlich für berufliche Unfälle und Wege-Unfälle greift.

Weitere Versicherungen und deren Definitionen zum Thema Versicherungen für Selbstständige finden Sie hier, auf unserer Homepage.

Wissen Sie nun was zu tun ist?

Welche Versicherungen für Sie und Ihr Unternehmen sinnvoll sind, hängt von zahlreichen individuellen Umständen ab. Gerade zu Beginn Ihrer Geschäftsaktivitäten können Sie die Unternehmensentwicklung nicht exakt vorhersagen. Daher sollten Sie nach Möglichkeit eine Versicherung mit kurzer Laufzeit wählen, um sie bei Bedarf anpassen zu können. Sollten noch Fragen offen sein, helfen wir gerne bei der Wahl für die richtigen und wichtigen Versicherungen! Zögern Sie nicht, uns anzurufen oder per E-Mail Fragen zu stellen.

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