Neuerungen für Autofahrer 2020

Neuerungen für Autofahrer 2020

Neuerungen für Autofahrer in 2020 – Bußgelder, Regionalklassen und Dieselverbotszonen

Das Jahr 2020 bringt ein paar Neuerungen für Autofahrer mit sich. Einige Vergehen im Straßenverkehr werden höher bestraft. Außerdem wurden einige Typ- und Regionalklassen höher eingestuft. Hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen.

Neuerungen für Autofahrer in 2020 - Bußgelder, Regionalklassen und Dieselverbotszonen Das Jahr 2020 bringt ein paar Neuerungen für Autofahrer mit sich. Einige Vergehen im Straßenverkehr werden höher bestraft. Außerdem wurden einige Typ- und Regionalklassen höher eingestuft. Hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen.
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Welche Bußgelder werden erhöht?

Wer Fahrradfahrer gefährdet oder gar eine Rettungsgasse blockiert, muss mit höheren Strafen als bisher rechnen. Wer zum Beispiel unzulässig in zweiter Reihe hält und einen Radfahrer gefährdet, zahlt 80 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg (zuvor: 20 Euro). Parkt ein Auto auf dem Radweg, wird das Bußgeld nun von 30 Euro auf 70 Euro und einen Punkt erhöht
Wer unerlaubt eine Rettungsgasse mit seinem Auto nutzt, muss mit Bußgeldern zwischen 200 und 320 Euro rechnen sowie einem Monat Fahrverbot. Auch das Nichtbilden einer Rettungsgasse kann nun mit einem Fahrverbot geahndet werden.

Was Sie über die neuen Typ- und Regionalklassen wissen müssen

Zu den Neuerungen für Autofahrer in 2020, verändert sich auch etwas in den Kfz Versicherungen. Während einige von besseren Typklassen profitieren, gelten für knapp 6,5 Millionen künftig höhere Einstufungen. Für fast drei Viertel (rund 29,7 Millionen Autofahrer) ändert sich laut GDV nichts.

So verbessern sich demnach etwa der VW T-Roc 1.5 TSI (Typ A1, seit 2017) und der Kia Stonic 1.2 (Typ YB, seit 2017) jeweils um vier Klassen, während sich der Honda Jazz Hybrid 1.4 (Typ GP1, 2011-2015) um drei und der Skoda Octavia 1.2 TSI (Typ 5E, seit 2012) um zwei Typklassen verschlechtern.

Insgesamt sollen große Sprünge nach Angaben des Gesamtverbands die Ausnahme sein, nur für wenige Modelle gehe es um mehr als eine Klasse nach oben oder nach unten.

Typklassen spiegeln die Schadensbilanz eines Automodells wider. >> Hier können Autofahrer ihre Typklasse herausfinden.

Und die Regionalklassen?

In der Regionalklasse können sich im neuen Jahr rund 5,1 Millionen Autofahrer auf eine bessere Einstufung in der Kfz-Haftpflichtversicherung freuen, rund 4,2 Millionen Fahrer werden heraufgestuft. Die Regionalklassen spiegeln die Schadensbilanzen der einzelnen Zulassungsbezirke wider. >> Hier können Autofahrer ihre Regionalklasse ermitteln

In den Kasko-Versicherungen ändert sich durch diese neue Regionalstatistik wenig: Für fast 30 Millionen der rund 36 Millionen Voll- oder Teilkaskoversicherten bleibt alles beim Alten. 2,8 Millionen Kaskoversicherte rutschen in niedrigere, rund 3,3 Millionen in höhere Regionalklassen.

Dieselfahrverbote

Neuerungen für Autofahrer: In der Innenstadt von Stuttgart gilt seit dem 1. April 2019 das deutschlandweit erste großflächige Fahrverbot für Dieselfahrzeuge der Euronorm-4. Da die Deutsche Umwelthilfe (DUH) noch weitere Klagen auf Luftreinhaltung anhängig hat oder plant, wird es 2020 unter Umständen zu weiteren Fahrverboten in deutschen Städten kommen.
In Stuttgart könnte es zusätzlich zu streckenbezogenen Fahrverboten der Euronorm-5 geben. In Berlin gelten seit Ende November 2019 auf manchen Streckenabschnitten Fahrverbote in den Bezirken Neukölln und Mitte. In Städten wie Köln, Bonn, Essen und Mainz wird noch über Fahrverbote diskutiert, genaue Umsetzungstermine sind aber noch offen.

Eine Übersicht über bestehende und geplante Fahrverbote hat der ADAC hier zusammengestellt.